Vermittlung Hunde


Unter Vermittlung Hunde stellen wir Ihnen unsere vermittlungsbereiten Vierbeiner mittels Onlinebeschreibung vor. Vermittlungsbereit bedeutet, dass sich die Tiere von bisher erlebten körperlichen und seelischen Strapazen erholen konnten, wir ihr wahres Wesen kennenlernen konnten, sowie die gesetzlichen Behaltefristen, beispielsweise bei Fundhunden, eingehalten wurde. 

Wir möchten Ihnen auf unserer Hundevermittlungsseite jene Hunde, die sich bei uns im Tierheim Krems leben, sowie Hunde, welche in von uns geprüften Pflegestellen untergebracht sind, vorstellen. 

Es würde uns freuen, wenn wir Ihr Interesse an einem oder mehrerer unserer Hunde wecken konnten und Sie sich bei uns für ein Erstgespräch melden würden. Wie Sie dies machen können, erfahren Sie untenstehend unter Terminvereinbarung.

 


Terminvereinbarung

Wir nehmen uns für jede Interessentin und jeden Interessenten sehr viel Zeit, um gemeinsam den richtigen vierbeinigen Begleiter für Sie zu finden. Deshalb ersuchen wir um verbindliche Terminvereinbarung, um im Gespräch  ausreichend Zeit zu finden, alle wichtigen Fragen zu besprechen und geeignete Hunde vorzustellen. Fixtermine geben uns die Möglichkeit, unseren Arbeitsablauf so abzustimmen, dass Besucher_innen das entsprechende Tier, oder auch mehrere, ohne Zeitdruck und in ruhiger Atmosphäre kennenlernen können. Es könnte natürlich auch sein, dass wir zur Zeit keinen zu den jeweiligen Lebensumständen und Vorstellungen passenden Vierbeiner bei uns beherbergen. In diesem Fall ersparen wir Ihnen den Weg zu uns und füllen gerne gemeinsam telefonisch ein Interessentenblatt aus, um Sie bei geeigneten Neuzugängen zu informieren und zu einem Besuch einzuladen.

Zur Terminvereinbarung, sowie für das Erstgespräch, kontaktieren Sie uns bitte unter unserer Büronummer 02732-84720, während unserer Öffnungszeiten Mi bis Sa ab 14:00 bis 16:30. Gerne können Sie auch per e-Mail mit uns Kontakt aufnehmen. Schreiben Sie uns dazu bitte einige Zeilen bezüglich Ihrer Vorstellungen von Ihrem zukünftigen vierbeinigen Familienmitglied an hunde@tierheim-krems.at.

Sollten Sie uns nicht sofort erreichen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Neben der täglichen Versorgung der Tiere sind wir auch häufig auf Tierrettungseinsätzen unterwegs. Sie können uns auch gerne eine Nachricht auf unserem AB hinterlassen. Wir melden uns dann verlässlich bei Ihnen.

 

Bei kurzfristiger Terminänderung bzw. Verspätung erreichen Sie uns unter unserer Notrufnummer 0664-4020202.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns darauf Sie kennenzulernen,
das Tierheimteam

 


Unsere Hunde

Im Tierheim leben im Durchschnitt etwa vierzig Hunde. Diese können wir allerdings nicht immer alle auf der Homepage präsentieren. Das hängt einerseits mit gesetzlichen Bestimmungen bei Fund- und Abnahmetieren zusammen und andererseits mit dem Zustand der einzelnen Tiere. Darüber hinaus ist es unser Ziel jeden Hund zunächst einmal ankommen zu lassen, um ihn kennenzulernen, damit wir einerseits die Persönlichkeit des Hundes und andererseits die Bedürfnisse an ein neues Zuhause besser einschätzen können.

Manche Hunde sind aufgrund ihres Charakters, Alters, oder Gesundheitszustandes bereits länger bei uns und dürfen ihren Lebensabend bei uns verbringen, es sei denn das Wunder geschieht und die passenden Menschen melden sich doch noch für sie. Für diese Tiere können Tierfreunde gerne eine Patenschaft übernehmen, oder auch gezielte Sach- und Futterspenden für einzelne Tiere, gerne auch als "Geschenk" in einer Schnüffelbox (gefüllter Karton zum Selbstauspacken) verpackt, vorbeibringen bzw. schicken.

Wie eine Vermittlung bei uns im Detail abläuft, erfahren Sie ganz genau unter Ablauf Tiervergabe. 


 

Chihuahuas aus der Beschlagnahme im Waldviertel

Bei einer Massenbeschlagnahme im Waldviertel, mussten rund 130 Chihuahuas aus artwidrigen Umständen gerettet werden. Die Hunde hausten im eigenen Unrat und konnten leider nicht viel kennenlernen. Einige von ihnen hatten mehr, andere nach ihrem Verhalten nach zu urteilen fast gar keinen Kontakt zu Menschen. Auch die Beschlagnahme selbst, sowie die notwendigen tierärztlichen Untersuchungen setzte den verängstigten Kleinhunden deutlich zu. Daher beschlossen wir im Tierheim Krems mit der Vermittlung dieser Tiere zu warten bis sie sich vom erlebten Stress erholen konnten und beginnen nun langsam mit der Vermittlung dieser Tiere.

Da unsere Chihuahuas im Leben bisher nicht viel kennenlernen konnten, sind sie neuen Situationen gegenüber argwöhnischer als souveräne Artgenossen und es dauert entsprechend lange eine verlässliche Bindung zu ihnen aufzubauen. Damit die kleinen Neugierdsnasen nicht bei der ersten Gelegenheit flüchten und in Folge dessen desorientiert herumirren müssen, ist besondere Vorsicht geboten, wodurch sich auch die Anforderungen an das potentielle neue Zuhause hoch sind. Denn die Sicherheit unserer Schützlinge ist die oberste Priorität.


 

 

Pippilotta

 

Geburtsdatum: ca. 2019

Geschlecht: weiblich (kastriert)

Rasse: Chihuahua

Pippilotta ist neugierig Menschen gegenüber, aber gleichzeitig auch sehr unsicher im Umgang mit Menschen. Geht ihr etwas zu schnell, kommuniziert die kleine Hündin dies mit einem kurzen Bellen oder läuft kurz weg, bleibt aber in einiger Distanz dann wieder neugierig stehen. Vor allem für Leckereien aller Art lässt sie sich begeistern, muss sich aber sichtlich überwinden, sollte ein Leckerlie dann doch einmal zu nahe am Menschen liegen. Gibt man ihr Zeit, legt sie sich in einiger Entfernung im Raum offen hin und kann sich entspannen. Sobald man sich bewegt, schaut Pippilotta sich um und checkt die Lage, legt sich dann aber wieder gemütlich hin, sofern man sich nur kurz bewegt hat bzw. langsam aufgestanden ist und zu verstehen gibt, dass man nun langsam das Zimmer verlässt. 
Mit ruhigen Artgenossen kommt Pippilotta gut zurecht, genießt deren Nähe zum Kuscheln und blüht bei souveränen Hunden regelrecht auf. Mit Aila hatte sie allerdings Probleme, da Aila sie gezielt mobbte, sodass wir die Gruppe trennen mussten.

Pippilotta sucht ein Zuhause mit geduldigen, ruhigen Menschen und einem souveränen Artgenossen in gleicher Gewichtsklasse zum Kuscheln, Toben und Orientieren in ungewohnten bzw. stressigen Situationen. Auch bei ihr ist noch viel Vertrauensarbeit nötig, damit sie lernen kann sich auf ihre Bezugspersonen verlassen zu können. Anschließend muss auch mit Pippilotta Geschirr und Leinentraining erfolgen, damit die ersten Spaziergänge erfolgen können. Diese finden idealerweise im gesicherten Garten statt, damit die Sicherheit gegeben ist, dass Pippilotta einerseits nicht entlaufen kann und andererseits ungeplante Konfrontationen mit anderen Menschen, Tieren, Fahrzeugen, ect. vermieden werden können.


 

 

Aiden

 

Geburtsdatum: ca. 2019

Geschlecht: männlich (unkastriert)

Rasse: Chihuahua


Aiden genießt die Gesellschaft unserer Chihuahuadamen. Er kuschelt gerne mit ihnen und fordert sie auch immer wieder zum Spielen auf. Menschen gegenüber ist der junge Rüde vorsichtig, nimmt aber auch schon immer häufiger selbstständig Kontakt auf und schnüffelt neugierig an Schuhen und Kleidung, solange man ruhig sitzt und ihn durch bewusstes Ignorieren, Sicherheit vermittelt. Ist er mit seiner Inspektion fertig, legt er sich gerne in einigem Abstand hin und kann bei vertrauten Menschen sogar die Augen zum entspannten Dösen schließen. Bewegt man sich, schaut Aiden einmal schläfrig auf und legt sich wieder hin, sobald er sichergestellt hat, dass nichts Weiter passiert.

Für Aiden wünschen wir uns ein Zuhause bei geduldigen, einfühlsamen Menschen, die ihm die Sicherheit vermitteln können, die er braucht, um entspannen zu können und die nötige Bindung zum Menschen aufzubauen. Auch Spaziergänge kennt er kleine Rüde noch nicht und muss davor erst an Brustgeschirr und Leine gewöhnt werden. Idealerweise wäre ein gut gesicherter Garten vorhanden, indem erste Spaziergänge unternommen werden können. Doch dies alles braucht Zeit, wieviel bestimmt Aiden selbst. Denn ein verfrühter unangeleinter Ausflug in den Garten bzw. Spaziergehversuch ist immer ein Risiko, das beim Entlaufen Lebensgefahr für Aiden darstellt. Denn er kennt weder den Umgang im Freien, noch wäre er fähig bei den kommenden Witterungsbedingungen so lange durchzuhalten, bis er wieder gesichert werden könnte.
Auch Aiden sucht einen möglichst souveränen Artgenossen, an dem er sich orientieren kann, der aber auch einen gewichtsmäßig passenden Spiel- und Kuschelpartner abgibt.

 



 

 

Hugo

(in Vermittlung)

 

Geburtsdatum: 16.12.2009

Geschlecht: männlich

Rasse: Mischling

Größe: kniehoch

Hugo stammt aus dem Auslandstierschutz. Er kam nach Österreich zu seinem Herrchen und hatte bei ihm ein gutes Hundeleben. Dies endete allerdings abrupt, als Hugos Herrchen starb und Hugo nach einem traumatischen Polizeieinsatz schließlich aus einem Raum geborgen und zu uns ins Kremser Tierheim gebracht werden konnte. 

Hugo ist ein kleiner Mischling, der leider nur sehr langsam auftaut. Er braucht sehr lange, um Vertrauen zu fassen und wollte lange Zeit nicht angefasst werden, nur seine Pflegerin durfte Hugo mit kurzen vorsichtigen Krauleinheiten verwöhnen. Mittlerweile lässt sich Hugo von ihr sogar kraulen. Der skeptische Rüde kannte leider auch weder Brustgeschirr noch Leine, denn auch sein verstorbenes Herrchen ging ohne Leine mit ihm spazieren. Dies war möglich, da Hugo am Waldrand lebte, seinem Herrchen brav auf Schritt und Tritt folgte und selbst kein jagdliches Verhalten zeigte. Seit kurzem darf seine Pflegerin ihn allerdings auch anleinen, wodurch sich sein Wirkungsgebiet rasch deutlich vergrößert hat, denn an der Leine geht Hugo selbstbewusst und erkundet mit Neugier seine neu gewonnene Freiheit. Auch Schnüffelspiele aller Art findet Hugo besonders interessant und wenn er die Gelegenheit hat mit Menschen zu interagieren, nimmt er seit einiger Zeit nun vorsichtig Kontakt auf und schaut mit geübtem Hundeblick, charmant nach, ob er nicht doch die ein oder andere Leckerei abstauben kann.

Weil Hugo bei uns seine Zeit so gerne im gesicherten Außenbereich verbringt, würden wir uns für ihn ein Haus mit gut gesicherten Garten in ruhiger Lage wünschen. Hugo ist, wie ehemalige Straßenhunde häufig, sehr sozial mit anderen Hunden. Das Zusammenleben mit einem souveränen Artgenossen, können wir uns für den sanften Mischlingsrüden sehr gut vorstellen. Wir wünschen uns für unseren kleinen Hugo Menschen, die ihm die Zeit geben, die er braucht, ihn so nehmen, wie er ist und ihm helfen die schönen Seiten des Hundelebens richtig auskosten zu lernen.

Wie an diesen etwas älteren Fotos deutlich an Hugos Blick und dem größeren Abstand zur Kamera und zum Menschen ersichtlich, konnte er bei uns ankommen und ist seither immer weiter aufgetaut. 


  

 

Rumi
(in Vermittlung)

 

Geburtsdatum: 01.10.2010

Geschlecht: weiblich

Rasse: Mischling

Größe: kniehoch

Die zierliche Mischlingshündin Rumi kam über den Auslandstierschutz zu uns. Sie war am Anfang leider ziemlich erkältet, konnte sich aber nach und nach von der Reise und der Krankheit erholen.

Rumi ist eine sehr zurückhaltende Hündin, die viel Zeit zum "Auftauen" braucht und nur schwer Vertrauen zu Menschen fassen kann. Wenn sie Jemanden besser kennt und ihr der Raum gegeben wird den sie braucht, nimmt die ängstliche Hündin hin und wieder Kontakt auf, möchte aber weiterhin nicht angefasst oder gestreichelt werden. Rumi braucht unbedingt sensible Menschen, die auf ihre Bedürfnisse eingehen und ihr einen Rückzugsort bieten können, an dem sie zur Ruhe kommen und entspannen kann. Wir würden uns für die sanfte Hundeomi Menschen wünschen, die die Hundesprache deuten können und dementsprechend darauf reagieren. Mit Artgenossen hat Rumi kein Problem. Daher wird sie nur zu einem souveränen Hund vermittelt, an dem sie sich orientieren und der ihr Halt geben kann.

Weil Rumi nicht angefasst werden will, sind Spaziergänge derzeit nur auf einer unserer Freilaufwiesen möglich. Am liebsten genießt sie die Zeit dort unangeleint, mit ihrem Hundefreunden Janni und Locki. Mit ihnen gemeinsam, stört es Rumi auch nicht, wenn ihre Betreuerinnen mit auf der Wiese sind und nimmt sogar von allein Kontakt zu uns auf. Damit die Gewöhnung an das Sicherheitsbrustgeschirr und die Leine auch in ihrem neuen Zuhause so stressfrei wie möglich weiterlaufen kann, muss unbedingt ein gesicherter Garten zur Verfügung stehen. Auch die Möglichkeit, dass Rumi nie an der Leine gehen kann, muss in Betracht gezogen werden. Sollte dies der Fall sein, muss der Garten eine ausreichende geistige und körperliche Auslastung der Hundeomi zulassen, da die Gefahr, dass Rumi entlaufen könnte, beim unangeleinten Spaziergang viel zu groß wäre.


 

 

Sammy 

 

Geburtsdatum: 2004

Geschlecht: männlich (unkastriert)

Rasse: Mischling

Größe: wadenhoch

Als wir den armen Kerl aus einem völlig verwahrlosten Haus retteten, war Sammy von juckenden Kahlstellen und Parasiten bedeckt. Er stank fürchterlich und musste sich ununterbrochen kratzen. Aus Platzmangel haben wir Sammy zunächst im offenen Büro untergebracht, wo ihm der Stress furchtbar zugesetzt hat. Mittlerweile bewohnt er ein eigenes Zimmer und zeigt sich als aufmerksam und wachsam. Wir hoffen so sehr, dass wir für den kleinwüchsigen Rüden ein liebevolles Zuhause findet, wo er doch noch die Sonnenseiten eines Hundelebens kennenlernen darf. 

Sammy hat mit Katzen sein Leben geteilt und kann deshalb auch gerne in einen Katzenhaushalt vermittelt werden.

Bei Sammy wurde eine Futtermittelallergie festgestellt. Er bekommt also nur Pferd zum fressen, das verträgt er gut. Weiters braucht er tägliche Ohrenpflege, sie müssen mit einem Ohrenreiniger geputzt werden.

Update: Unser ehemals grantiger Senior Sammy wird durch liebevolle Betreuung immer fröhlicher. Ein paar Menschen haben sein Vertrauen gewonnen und werden von Sammy akzeptiert.

Vielleicht findet sich ja doch noch jemand, der sich die Mühe macht um einige Male zu uns ins Tierheim zu kommen und sich mit Sammy anzufreunden. Er hätte es sich so verdient, seinen Lebensabend in einem netten Zuhause zu verbringen! Wo sind die Menschen, die sich mit alten Hunden und deren Eigenheiten auskennen? Sammy wartet auf sie und die Zeit läuft...


 

 

Ricky

 

Geburtsdatum: ca. 04. 2010

Geschlecht: männlich (kastriert)

Rasse: Mischling

Größe: kniehoch

Für Ricky wünschen wir uns ein zu ruhiges zu Hause. Von Vorteil wäre ein Haus mit eingezäuntem Garten. In der Familie sollten keine Kinder leben. Eine ruhige und souveräne Hündin darf gerne vorhanden sein. Ricky liebt ausgedehnte, gemütliche Spaziergänge. Wenn er jemanden besser kennengelernt hat und Vertrauen zu jemandem hat, lässt er sich auch ein wenig streicheln oder Bürsten. Dies sollte man anfangs aber noch nicht erwarten, da Ricky, aufgrund seiner Vergangenheit, viel Zeit braucht um Vertrauen aufzubauen. Ricky ist ein ruhiger Zeitgenosse. Er kann auch einige Stunden alleine bleiben.


 

 

Rexi

 

Geburtsdatum:  06.07.2014

Geschlecht: männlich (kastriert)

Rasse: Mischling

Größe: kniehoch

Auch Rexi ereilte das typische Schicksals eines Straßenhundes aus dem Auslandstierschutz, bei dem die Familie von der er adoptiert wurde, leider nicht passend für den aktiven Rüden war. Der kniehohe Mischling musste leider durch mehrere Hände gehen, bevor er zu uns ins Tierheim Krems kam, wo er nun vor allem die Zuwendung seiner Betreuerin genießen darf.

Der stressige Tierheimalltag, sowie die zeitlich begrenzte Zeit mit Bezugspersonen, setzen Rexi, der gerne immer dabei wäre, leider deutlich zu. Auch der Alltagslärm im Tierheim belastet den Rüden, sodass er bei Spaziergängen zunächst ein wenig Zeit zum Abschalten braucht. Da Rexi sportlich und wetterunempfindlich ist, würden wir uns aktive, naturverbundene Menschen für ihn wünschen, die auch im Regen mit ihm längere Spaziergänge unternehmen. Besonders freut sich der kleine Autoliebhaber über Ausflüge zu den unterschiedlichsten Orten, die den stressbedingt meist eher aufgedrehten Rüden entspannen lassen. Generell braucht Rexi sensible Menschen, welche ihm die Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen lassen, die er braucht und vor allem darauf achten, ihm genügend Ruhephasen bieten zu können. Um diese Ruhephasen, sowie die damit verbundene Geborgenheit auch im Alltag gewährleisten zu können, wünschen wir uns für Rexi ein Zuhause in ruhiger Lage, indem keine kleinen Kinder leben und er nicht von Anfang an alleine bleiben muss. Sollte bereits ein anderer Hund vorhanden sein, wäre es von Vorteil, wenn dieser souverän ist, sodass Rexi sich ein wenig an ihm orientieren kann. Außerdem ist dann wiederum mehr Kennenlernzeit einzuplanen, damit sich auch die beiden Hunde vor einem Einzug wirklich kennen und die Grenzen des jeweils anderen akzeptieren können.


  

 

Zeus

 

Geburtsdatum: 18.05.2015

Geschlecht: männlich (kastriert)

Rasse: American Staffordshire Terrier 

Zeus wurde leider von seiner Familie bei uns abgegeben, da sie ihn nicht mehr um sich haben wollten.

Der sensible Rüde zeigt sich bei uns, aufgrund des Tierheimalltags, leider oft gestresst. Entspannen kann Zeus am besten bei beruhigten Spaziergängen oder wenn er Qualitätszeit mit seinen PflegerInnen auf unserem sogenannten Therapiegarten (große durchdacht strukturierte Freilaufwiese) oder in seinem Zimmer verbringen kann. Hat sich der ca. sechsjährige Rüde einmal beruhigt, fordert er Streicheleinheiten gezielt ein und liebt es gekrault zu werden. Zeus ist ein lernwilliger Hund, der Gefallen an geistiger Auslastung in Form von Kommandos oder Denkaufgaben findet. Er genießt es aber genauso sehr "einfach dabei sein" zu dürfen und würde sich über ein Haus mit Garten besonders freuen. Auf Menschen reagiert Zeus freundlich und aufgeschlossen. Da er allerdings empfindlich in Stresssituationen reagiert, sollten keine Kleinkinder im gleichen Haushalt mit ihm leben. Für den Staffordshirerüden wünschen wir uns ein Zuhause auf Lebenszeit, indem er ein Einzelhund bleiben darf und Menschen mit Hundeerfahrung, die seine Körpersprache lesen und bereit sind ihn durch gezielt gesetzte Maßnahmen zu unterstützen. 


 

 

Gnocchi 

 

Geburtsdatum: ca. 2009

Geschlecht: männlich (kastriert)

Rasse: American Staffordshire Terrier

Gnocchis Start ins Leben war nicht schön. Er wurde, zusammen mit Hundedame Nana, welche bereits ein neues Zuhause gefunden hat, zur Vermehrung missbraucht und ausschließlich im Hof gehalten. Als man sich ihrer überdrüssig wurde, sind die beiden einfach zurückgelassen worden. Der ehemalige Besitzer der Beiden wurde vor der Anschaffung von Gnocchi und Nana bereits einmal wegen Tierquälerei angezeigt, es wurde allerdings leider kein Tierhalteverbot verhängt. 

Gnocchi ist trotz allem, Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen, freundlich und anhänglich. Er genießt die Aufmerksamkeit seiner Spaziergeherin sichtlich und sehnt sich nach mehr Zuwendung, welche wir ihm im Tierheimalltag leider nicht in dem Ausmaß bieten können, wie er es brauchen würde. Der mittlerweile nicht mehr ganz so junge Rüde kann stundenweise alleine bleiben und kennt es mit dem Auto zu fahren. Bei Spaziergängen mit Gnocchi ist ein wenig Management erforderlich, damit er abschalten und sich vom Alltag erholen kann. Wir würden uns ein neues Zuhause in beruhigter Lage wünschen, indem Gnocchi ein Einzelhund sein darf und somit die ungeteilte Zuneigung genießen kann. 


 

 

Robbie

 

Geburtsdatum: 2014

Geschlecht: männlich (unkastriert)

Rasse: American Staffordshire Terrier

Robbie wurde im Alter von 8 Monaten herrenlos aufgefunden, weshalb wir über seine Vergangenheit nur spekulieren können. Trotz seiner mutmaßlichen schwierigen Vergangenheit ist er grundsätzlich ein gutmütiger Hund, der aber beim Kennenlernen fremder Menschen oft sehr aufgeregt ist. Bezugspersonen gegenüber zeigt er sich sehr freundlich und anhänglich, zu viel Nähe und aufregende Spiele können ihm aber auch mit vertrauten Personen schnell zu viel werden.

Robbie hat gemeinsam mit seinem Betreuer schon große Fortschritte machen können. Er reagiert freudig auf seinen Namen und kennt einige nützliche Hörzeichen, die den Alltag erleichtern. Er fährt gerne mit dem Auto mit und liebt Spaziergänge in ruhiger Umgebung. Robbies Impulskontrolle hat sich über die Jahre in vielen Situationen stark verbessert und sogar in sehr aufregenden Situationen kann er mittlerweile ein erlerntes Alternativverhalten zeigen.

Für Robbie suchen wir ein Zuhause bei Menschen, die das Ausdrucksverhalten von Hunden interpretieren können und bereit sind, auf die Bedürfnisse des sensiblen Rüden einzugehen. Wer dem jungen Rüden eine Chance auf ein stabiles und liebevolles Zuhause geben möchte, wird während des gesamten Prozesses, vom ersten "Beschnuppern" bis einige Zeit nach der Vermittlung von Robbies Betreuern unterstützt. Eine zusätzliche Zusammenarbeit mit einem Hundeverhaltenstherapeuten wäre von Vorteil.


 

 

Mexx

 

Geburtsdatum: 03.05.2019

Geschlecht: männlich (unkastriert)

Rasse: Eurasier-Mix

Größe: oberschenkelhoch

 

Mexx hat leider sein Zuhause verloren, da seine Besitzer_innen mit dem Junghund überfordert waren. 

Bei uns zeigt sich Mexx Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen und muss aber den Umgang mit Menschen, besonders in für ihn aufregenden Situationen, wie beispielsweise die Aussicht auf einen Spaziergang, noch ein wenig verfeinern. Beim Spaziergang kann Mexx den stressigen Tierheimalltag schnell vergessen und auch richtig abschalten. Dies zeigt sich an seinem großen Interesse die Umgebung zu erschnüffeln, an seiner entspannten Haltung, sowie seinem mittelschnellem Tempo. Ist Mexx heruntergekommen, erkundet der junge Rüde gerne neue Wege und genießt die Aufmerksamkeit seiner Betreuerin. In ruhigen Pausen werden Streichel- und Krauleinheiten von Mexx aktiv eingefordert und wenn es nach ihm ginge, müssten diese Kuscheleinheiten gar nicht enden. Gerade während des Fellwechsels, werden genau die juckenden Stellen angezeigt und das Entfernen der überschüssigen Haare und Unterwolle per Hand wird sogar genossen.

Für Mexx wünschen wir uns ein Zuhause mit Menschen, die es verstehen die Hundesprache zu lesen und in weiterer Folge auch gezielt auf die gesetzten Signale eingehen. Denn bei solchen Menschen kann Mexx einerseits entspannen, weil er erkennt, dass er verstanden wird und zeigt sich andererseits auch als sehr wissbegierig und lernbereit. Außerdem sollten seine neuen Bezugspersonen gerne draußen unterwegs und bereit sein, dem Junghund ausreichend geistige Auslastung zu bieten, denn Leckerliebälle oder mit Leckereien gefüllte Kongs zählen, wie auch andere ruhige Leckerliesuchspielchen zu seinen liebsten Beschäftigungen. Auch beim Leinenhandling sollte auf eine möglichst exakte Ausführung geachtet werden, um dem sensiblen Rüden den Halt zu geben, den er zum Entspannen braucht. Darüber hinaus wäre ideal, wenn Mexx zumindest am Anfang zur Eingewöhnung nicht allzu lange allein bleiben müsste.
Aufgrund seiner Rassezugehörigkeit braucht Mexx eine größere Individualdistanz als andere Hunde, sowie ein möglichst ruhiges Zuhause, wodurch ein Haushalt mit kleinen Kindern für ihn leider nicht in Frage kommt.


 

 

 

Mo

(in Vermittlung)

Geburtsdatum: 2014

Geschlecht: männlich (kastriert)

Rasse: Mischling

Größe: oberschenkelhoch

Mo ist ein mittelgroßer Mischlingsrüde, der als Fundtier zu uns gebracht wurde. Er braucht etwas Zeit, um Vertrauen zu fremden Menschen zu fassen und möchte nicht allzu gerne gestreichelt werden.

Bei einem Röntgen wurde festgestellt, dass der junge Rüde Spondylarthrosen hat, weshalb wir vermuten, dass er zu festes Streicheln als unangenehm erlebt. Mo geht aber keineswegs lahm oder hat keine Freude an Bewegung, im Gegenteil, er liebt Spaziergänge, flitzt gerne auch mal überschwänglich über die Wiese und fährt gerne mit dem Auto mit, um neue Strecken zu erkunden. Trifft man andere Hunde beim Spaziergang, so trabt Mo meist mit etwas Abstand vorbei, solange sie ihm nicht allzu nahe kommen oder ihn verbellen. Er zeigt bei uns kaum Interesse am direkten Kontakt mit anderen Hunden.

Momentan üben wir mit Mo das Bürsten, was bei seiner Fellpracht auch mal ziepen kann. Trotzdem funktioniert es schon sehr gut und er lässt mittlerweile auch Berührungen an heikleren Körperstellen zu.

Für den lernfreudigen Rüden suchen wir ein Zuhause in ländlicher Umgebung bei Menschen, die im Zeit geben, um Vertrauen zu fassen und weitere Fortschritte zu machen. Kinder sollten nicht im selben Haushalt leben.

 


 


 

Janni

 

Geburtsdatum: Sept. 2007

Geschlecht: männlich (kastriert)

Rasse: Mischling

Größe: oberschenkelhoch

Janni wurde gemeinsam mit einem weiteren Hund aus schlechter Haltung befreit. Die Besitzer waren mehrere Wochen abgängig und haben die Hunde einfach zurückgelassen.

Janni ist ein lieber, anhänglicher Rüde, der sich nach Zuneigung und einem ruhigen Lebensabend mit ausgedehnten gemütlichen Ausflügen sehnt. Bei uns genießt Janni den Kontakt zu ruhigen Hündinnen besonders, ist aber auch zu etwas ruppigeren Mädels immer ganz der Gentleman. Bei Menschen hat er allerdings mehr Probleme Vertrauen aufzubauen. Um dieses zu gewinnen, ist eine längere Kennenlernphase mit regelmäßigen gemeinsamen Spaziergängen nötig. Wenn Janni Menschen allerdings einmal vertraut, genießt er den Kontakt zu diesen sichtlich. Am liebsten fährt er mit dem Auto zu ruhigen Ausflugszielen, die, seinem Alter entsprechend, keine hohe körperliche Anstrengung erfordern und genießt Qualitätszeit mit ihm vertrauten Menschen.

Mittlerweile ist Janni leider schon ein alter und auch kranker Bub. Dennoch würden wir uns ein Zuhause für ihn wünschen, indem ihn die Menschen so nehmen, wie er ist und auf seine Bedürfnisse eingehen. Dazu gehört auch die Behandlung mit einer Mistelkur, welche ihm zweimal pro Woche gespritzt wird. Diese Behandlung ist solange er dafür Leckerlies bekommt, aus Jannis Sicht, den kurzen Stich wert und konnte auch medizinisch eine deutliche Verbesserung aufzeigen.

Falls Sie sich für Janni interessieren und zutrauen ihm einen verdienten Lebensabend in einem richtigen Zuhause bieten zu können, melden Sie sich gerne für ein Beratungsgespräch mit seinen Betreuungspersonen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme, denn die Zeit läuft...


Aska und Dunja

Unsere Jagdhündinnen Aska und Dunja mussten aufgrund eines bereits bestehenden Tierhalteverbotes und tierschutzwidriger Haltung von einer amtsbekannten Frau beschlagnahmt werden. Die reinrassigen Hündinnen wurden aus vollgekoteten und mit Unrat übersäten Zimmern befreit. Sie hatten offene Stellen am Körper verteilt, Hautprobleme, teilweise aufgeschlagene Ruten, mit Unrat verklebtes, verfilztes Fell und waren teilweise extrem abgemagert. Aska war einzeln in einem eigenen Zimmer eingesperrt und musste wahrscheinlich permanent einen Maulkorb tragen. Leider war dies noch nicht alles, denn bald stellte sich heraus, dass sie auch noch Darmparasiten hatten.

Nach und nach erholen sich die Hündinnen körperlich und psychisch von den erlebten Strapazen und trauen sich langsam ihre Umgebung neugierig in Betracht zu nehmen. Wir wünschen uns für sie ein neues Zuhause, indem sie endlich entspannen können. Daher raten wir von einer jagdlichen Führung ab. 

 

 

Aska

 

Geburtsdatum: 14.10.2017

Geschlecht: weiblich (kastriert)

Rasse: Deutsch Drahthaar

Nach einer frisurtechnischen Kompletterneuerung, kann nun auch Aska durchatmen und ein Hundeleben, ohne schmerzende Fellverfilzungen, kennenlernen.

Die anfänglich eher zurückhaltende Hündin braucht Zeit, um unbekannten Menschen Vertrauen entgegenzubringen. Hat man es allerdings einmal geschafft dieses Vertrauen aufzubauen, genießt die sportliche Aska den Kontakt zu ihren Menschen, am liebsten bei ausgiebigen Spaziergängen im Grünen. Für Aska wünschen wir uns aktive Menschen, die gerne in der Natur unterwegs sind und ihr Halt und Sicherheit bei Hundebegegnungen, bei denen sie im Moment meist noch unsicher reagiert, sowie in ungewohnten Situationen, geben können. Trotz dieser Unsicherheit, ist Aska eine neugierige und sehr interessierte Zeitgenossin. Dies zeigt sich auch dadurch, dass sie in der Zwischenzeit mit ihren Betreuer_innen und ihrer Spaziergeherin, welche bereits eine enge Bindung zueinander aufbauen konnten, richtig aufblühen und sämtliche Ausflüge auch genießen kann. 

Aska muss im Umgang mit Menschen allerdings noch lernen ihre anfängliche Aufregung wenn sie auf Menschen trifft, welche sich durch Luftsprünge im Kangurustil ausdrückt, etwas zu zügeln bzw. diese durch Alternativverhalten, wie beispielsweise schnüffeln, abzubauen. Daher würden wir uns für Aska zumindest zu Beginn ein Zuhause ohne Kinder wünschen, indem die aufgeweckte Hündin den erfahrene Stress, welcher leider durch den Tierheimalltag noch nicht gänzlich abgebaut werden konnte, hinter sich lassen und einmal richtig entspannen und im neuen Zuhause ankommen darf. Auch andere Haustiere sollten, aufgrund ihres jagdhundetypischen Naturells, nicht vorhanden sein.

 

 

Dunja

(in Vermittlung)

 

Geburtsdatum: 21.11.2016

Geschlecht: weiblich (kastriert)

Rasse: Deutsch Drahthaar

Die anfangs etwas skeptische Deutsch Drahthaarhündin hatte es leider am schlimmsten mit den Darmparasiten getroffen, wodurch sie sich nur sehr langsam erholen konnte. Aber auch Dunja ist nun endlich wieder gesund, sodass einem Kennenlernen mit Interessent_innen nichts mehr im Wege steht, um hoffentlich bald ein ruhiges Zuhause auf Lebenszeit für sie zu finden.

Dunja ist eine aufgeweckte, sensible Hündin, die den Anschluss zum Menschen sucht. Am liebsten wäre sie immer dabei und auch Streicheleinheiten fordert die Deutsch Drahthaarhündin aktiv ein. Bei Spaziergängen zeigte sich Dunja, als sie noch nicht lange bei uns war, meist aufgeregt, aber gleichzeitig auch unsicher, was wahrscheinlich auch auf ihre Vorgeschichte zurückzuführen ist. Mit ihren Betreuer_innen konnte sie allerdings bereits deutliche Fortschritte machen, wodurch nun auch längere Spaziergänge möglich sind, bei denen Dunja immer mehr runterkommen und den Tierheimalltag hinter sich lassen kann. Auch nach diesen Ausflügen ist Dunja deutlich ruhiger und reagiert entspannter in stressigen Situationen, die sich im Tierheimalltag leider nicht immer vermeiden lassen. Dieser Stress schlägt sich bei der lärmempfindlichen Dunja auf den Magen, doch seitdem ihre Ernährung auf leicht bekömmliches Spezialfutter umgestellt wurde, wir im Alltag noch gezielter darauf achten Dunja zur Ruhe zu verhelfen und sie gelernt hat diese Gelegenheiten wahrnehmen zu können und sich dadurch zu entspannen, sind auch die Magenprobleme wesentlich zurückgegangen und beschränken sich nun auf einzelne Tage, wenn es Dunja doch einmal zu viel wird.

Für Dunja wünschen wir uns ein Zuhause, indem man ihr Zeit gibt alles in Ruhe kennenzulernen, aber auch den nötigen Halt an dem sie sich orientieren kann. Falls bereits ein Hund im Haushalt lebt, sollte dieser souverän und gut sozialisiert sein. Andere Tiere sollten nicht im gleichen Haushalt leben, da Dunjas Jagdtrieb rassebedingt ausgeprägt ist und sowohl sie selbst, als auch andere Tiere, als potentielle Beute, durch den möglichen Dauerstress an Lebensqualität verlieren. Da die freundliche Dunja, auch im Umgang mit Menschen, oft sehr aufgeregt ist und dabei etwas stürmisch sein kann, sollten keine Kinder im selben Haushalt leben.


 

 

Vanja
(in Vermittlung)

 

Geburtsdatum: 01.10.2020

Geschlecht: weiblich

Rasse: Belgischer Schäferhund

Vanja wurde als Welpe über Umwege aus Serbien importiert und verbrachte die ersten Monate in Außenhaltung mit wenig Ansprache. Mit fünf Monaten wurde die Halter_innen ihrer überdrüssig und wollte sie loshaben. Eine Tierfreundin nahm sie aus Mitleid auf, war aber mit der Teenagerhündin überfordert. Danach wurde sie über eine Trainerin an eine Familie vermittelt, wo man zu wenig Geduld für sie hatte. Noch am selben Tag wurde sie zurückgebracht, nachdem eine Hundetrainerin das überforderte und gestresste Hundekind als brandgefährlich beurteilt hatte! Wir hatten zwar kein Zimmer im Tierheim frei, doch wir wollten die kleine Maus keinesfalls im Stich lassen. Also brachten wir Vanja übergangsweise in einer guten Hundepension unter. Nun befindet sich die Junghündin bei uns im Tierheim Krems, wo wir darauf achten sie gezielt ruhig zu fördern, damit Vanja nach ihrer Odyssee auch die schönen Seiten des Hundelebens kennenlernen kann, um die Zeit zu überbrücken, bis sich ein passendes Zuhause auf Lebenszeit für sie findet.

Vanja ist eine intelligente, anhängliche Hündin, die rassetypisch viel geistige Beschäftigung und geduldige, souveräne Menschen braucht, die ihr gerade jetzt in ihrer Teeniezeit den nötigen Halt geben können. Ideal wäre für die zarte Hündin ein ruhiges Zuhause abseits der Großstadt, indem sie viel Zuwendung und Geborgenheit von ihrer neuen Familie erfahren darf und anfangs noch nicht alleine bleiben muss. Natürlich wünschen wir uns, dass ihre zukünftigen Bezugspersonen gerne mit ihr in der Natur unterwegs sind, damit Vanja die schönen Seiten eines Spaziergangs so richtig genießen lernen kann. Derzeit ist dies allerdings noch nicht möglich, da für Vanja spazieren gehen an der Leine geistig noch sehr anstrengend, aber vor allem stressig sein kann. Bei uns freut sich Vanja viel mehr über Schnüffelspiele in Form von Schnüffelkartons oder anderer ruhiger Auslastungsformen und zeigt sich überaus neugierig. Entspannen kann sie am besten, wenn ihre Bezugspersonen Qualitätszeit mit ihr im Zimmer verbringen und sie mit, sorgfältig auf Vanjas Bedürfnisse abgestimmten, Kuscheleinheiten verwöhnen. Für Vanja wünschen wir uns, dass sie bald in einem richtigen Zuhause zur Ruhe kommen kann, da ihr der oftmals stressige Tierheimalltag zusetzt, und lernen darf was es bedeutet angekommen und gewollt zu sein.


 

 

Wolfi

 

Geburtsdatum: 07.05.2020

Geschlecht: männlich (unkastriert)

Rasse: Schäferhund

Wolfi kam zu uns, da seine Besitzer ihm nicht die Auslastung bieten konnten, die er gebraucht hätte. Dies führte dazu, dass sie leider mit dem Teenager überfordert waren und langfristig keine andere Möglichkeit mehr sahen, als ihn abzugeben. 

Bei uns zeigt sich der junge Schäferhund seines Alters typisch verspielt und lernfreudig. Durch gezielte stressreduzierende Maßnahmen und Management, ist Wolfi bereits wesentlich ruhiger geworden und kann sich auch in für ihn aufregenden Situationen besser beherrschen. Der Rüde braucht geduldige Menschen, die die Hundesprache lesen können und sich auf ihn einlassen, damit er die Entwicklung zu einem souveränen Junghund meistern kann. Weil Wolfi sensibel auf seine Umwelt reagiert, sollten keine Kinder oder andere Tiere im gleichen Haushalt mit ihm leben. Wir wünschen Wolfi ein Zuhause, indem er rassebedingt gefördert und geistig ausgelastet wird, aber auch die Ruhe geboten bekommt, die er braucht.  

 




 

Benji

 

Geburtsdatum: ca. 2016

Geschlecht: männlich (kastriert)

Rasse: Mischling

Größe: oberschenkelhoch

Benji hatte das Glück über eine Auslandstierschutzorganisation in eine für ihn passende Familie vermittelt zu werden. Dort durfte er mit einem Artgenossen leben und sein Leben genießen. Leider folgte bald darauf die verhängnisvolle Diagnose seiner Besitzerin, welche sich kurze Zeit später krankheitsbedingt nicht mehr ausreichend um die beiden Hunde kümmern konnte.

Benji ist ein interessierter Rüde, der einige Zeit braucht, um sich auf neue Menschen in seinem Leben einzulassen. Durch diese Eigenschaft hat er es besonders schwer Interessenten von seinem Wesen zu überzeugen, welche ihm aufgrund seines hübschen Äußeren eine Chance geben wollten. Schafft man es allerdings diese Unsicherheit durch respektvolles Verhalten abzubauen, taut Benji auf und zeigt seine Neugier und Kontaktfreudigkeit zum Menschen. Ab diesem Zeitpunkt wird der sportliche Rüde zum treuen Begleiter und genießt die Zeit mit seinen Menschen. Am liebsten geht Benji auf Entdeckungstour bei langen Spaziergängen oder Ausflügen mit dem Auto. Wir wünschen uns für Benji ein Zuhause in ländlicher Umgebung mit Menschen, welche die Hundesprache verstehen und bereit sind auf Benjis Bedürfnisse einzugehen. Dazu zählt beispielsweise auch beim Spaziergang darauf zu achten, fremden Menschen ein wenig auszuweichen, oder auch im Alltag genügend geistige Auslastung, wie etwa durch die von Benji heißgeliebten Schnüffelspiele, zu bieten. Weil Benji sehr gerne draußen ist und seine Umgebung in Augenschein nimmt, würden wir uns ein Zuhause mit gut eingezäuntem Garten für ihn wünschen. Kinder sollten, aufgrund seiner Unsicherheit Menschen gegenüber, nicht im gleichen Haushalt leben. 


 

 

Jonna

 

Geburtsdatum: ca. 2014/2015

Geschlecht: weiblich (kastriert)

Rasse: Mischling

Größe: hüfthoch

Die sportliche Hündin hat es leider im Tierheimalltag nicht leicht, da ihr derzeit ein souveräner Artgenosse fehlt, der ihr, ihre teilweise etwas plumpe Art anderen Hunden gegenüber verzeiht. Jonna ist eine sehr skeptische Hündin, die den Rückhalt eines solchen Hundes braucht, um neue Situationen bewältigen zu können. Wir nehmen an, dass die sensible Jonna mit Menschen nicht die besten Erfahrungen gemacht hat und daher vor allem Fremden gegenüber sehr zurückhaltend ist. Obwohl sie sehr lernfreudig ist, möchte sie weiterhin nicht gestreichelt und liebkost werden. Bei Spaziergängen, vor allem wenn ihr Hundefreund Janni sie begleiten darf, blüht Jonna auf. Sie liebt es mit dem Auto wegzufahren und gemeinsam mit ihm neue Spaziergehwege zu erkunden. Auch bei der Leckerliesuche in ihrem Zimmer oder auf der Wiese, sowie bei der Erkundung von Schnüffelboxen jeglicher Art ist Jonna immer begeistert bei der Sache. Jonna kam als sogenannter "Fundhund" zu uns nach Krems. Sie wurde mit einer zweiten Hündin herrenlos angetroffen, woraufhin wir die Beiden bei uns aufnahmen. 

Für die sensible Hündin würden wir uns ein Zuhause in ländlicher Umgebung mit einem souveränen Artgenossen wünschen, der ihr Halt geben kann. Jonna sucht einfühlsame Menschen, die sie so nehmen, wie sie ist und ihr die Zeit geben, die sie braucht. Über einen gesicherten Garten, indem Jonna mit ihrem Artgenossen toben darf, würde sie sich besonders freuen.